BAKU-INFO.DE
STRATO LivePages 2.0 Homepagebaukasten - Jetzt testen!

Das Reiseland



30.09.2009 04:43:00 Reisetour
Reisetour Aserbaidschan
 
 
 
Die Hauptstadt Aserbaidschans, Baku, ist die grösste Stadt in Transkaukasien und der wichtigste Hafen am Kaspischen Meer. Baku blickt auf eine lange Geschichte zurück. So wurde sie bereits als Siedlung im 2. Jahrhundert von dem altgriechischen Historiker und Geographen, Claudius Ptolemäus, erwähnt.

Ein Streifzug durch die Altstadt gewährt Ihnen einen Einblick in die Geschichte der Stadt. Hier sind Ruinen der Festungsmauer, Minarette, der Basar und Bäder aus dem 15. Jh. erhalten geblieben. Beeindruckend ist der sagenumwobene Jungfrauenturm Kiz Kulesi aus dem 12. Jh. Eine Zierde der Stadt stellt das großartige Bauwerk aserbaidschanischer Baukunst des Mittelalters, der Palast der Schahs von Schirwan, dar. Heute ist hier das Geschichtsmuseum der Stadt untergebracht.
 
Die Atmosphäre vergangener Epochen vermittelt ein Besuch in der Karawanserei. Hier können Sie orientalische Gerichte der aserbaidshanischen Küche kosten, wie zum Beispiel Schaschlik, Plow und Lawasch, eine auf besondere Weise zubereitete Pirogge mit Nüssen.

Angenehm ist ein Spaziergang durch den Primorski Boulevard. Hier befindet sich die Talstation einer Drahtseilbahn, mit der man den Stadtpark erreichen kann. Von oben bietet sich das Panorama der ganzen Stadt mit breiten Straßen und Plätzen, mit modernen Bauten. Empfehlenswert ist der Besuch der prachtvollen Metro Stationen und des Botanischen Gartens. 
 
Grosser Beliebtheit erfreut sich ebenfalls das Teppich- und Kunstgewerbemuseum. Es enthält kostbare Sammlungen erlesener aserbaidschanischer Teppiche und anderer Knüpf- bzw. Weberzeugnisse, Stickereien, Keramik, Holz- und Knochenschnitzereien, den Glypten. Diese Gegenstände sind Zeugen einer langen geschichtlichen Entwicklung. 
 
Zur Vertiefung der Vorstellung über Aserbaidshan tragen Ausflüge in die Umgebung von Baku bei. Einen tiefen Eindruck hinterlässt bei Reisenden ein interessantes historisches Baudenkmal, die Tempelanlage der Feueranbeter, Ateschgjach, die in der Ortschaft Surachany in der Nähe von Baku zu besichtigen ist. Von Baku aus können Sie einen Ausflug in das 50 km entfernte Sumgait unternehmen.
 
Reizvoll ist der Ausflug zum 70 km entfernten Naturschutzgebiet Kobustan. Vor allem sollte dort die neolithische Höhlensiedlung mit Felszeichnungen, die Menschen, Tiere und Jagdszenen darstellen, besichtigt werden. 
 
Unvergessliche Eindrücke vermittelt die 750 kilometerlange Busfahrt von Baku über Schemacha, Scheki, Sakataly und Belokany nach Tbilissi in Georgien. Von jeher ist Schemacha für seine Teppiche und seine Weine berühmt.

In der Stadt gibt es zahlreiche historische Bauwerke, darunter die Ruinen einer Festung aus dem 16. Jahrhundert, das Mausoleum Eddi-Gümbes. Sowie die letzte Ruhestätte der Herrscher des einst mächtigen Khanats Schirwan, die Moschee Dshuma, die im 10. Jahrhundert erbaut wurde.
 
Einige Dutzend Kilometer von Schemacha entfernt, liegt die Stadt Scheki. Sie ist eine der ältesten Städte Aserbaidschans und ganz Transkaukasiens. Ihr Alter beträgt 2.500 bis 2.600 Jahre. Bis heute sind die alten orientalischen Herbergen für Reisende, die Karawansereien, erhalten geblieben.

Der Palast der Khane des Khanats Scheki, gehört zu den bedeutendsten Schöpfungen der aserbaidschanischen Baukunst des 18. Jahrhunderts.

Reichlich hundert Kilometer von Scheki entfernt liegt die Stadt Sakataly mit der historischen Schamil Festung, beziehungsweise den Überresten dieses Baudenkmals. Von Sakataly aus führt die Reiseroute an der Stadt Belokany vorbei nach Georgien.


08.07.2009 02:11:54 Artikel

 Reiseland Aserbaidschan
 
Von Rahib Gojayev
 
Alleine im Laufe der letzten zwei Jahren hat sich die Zahl der Touristen, die nach Aserbaidschan kamen, jährlich um 25-30 % vergrößert. Weltweit beträgt diese Zahl nicht mal 3%. Seit 2002 wurden 52 Hotels und Ferienanlagen neu eröffnet und weitere 20 werden nach der Fertigstellung zu Beginn der nächsten Sommersaison erste Hotelgäste empfangen können. Im Jahr 2005 erwartet die aserbaidschanische Tourismusbranche bis mehr als 2 Millionen Touristen. Leider sind diese Zahlen nicht den Weltmeister im Tourismus, den überall reisenden und als Zielgruppe beliebten Deutschen, zu verdanken. Hierzulande, stellt man enttäuscht fest, Deutsche wissen kaum etwas über das attraktive Urlaubsland Aserbaidschan mit seiner einzigartigen Geschichte und Naturwelt. Der Blick in die deutschsprachigen Reisekataloge zeigt es deutlich: Es wird kaum mit interessanten und verlockenden Reiseangeboten für Aserbaidschan geworben. Dabei bietet dieses Land, das zu einer der ältesten Kulturzentren gehört, eine Reihe überraschender Entdeckungen und unvergesslicher Reiseerlebnissen. Das Land befindet sich geographisch am Kreuzweg zwischen dem Westen und Osten und daher hat jahrzehntelang verschiedene Zivilisationen und Kulturen in sich verbunden. Kultur aserbaidschanischen Volkes hat viele Einflüsse erlebt aber immer verstand eine geistige und selbständige Kultur zu schaffen und dadurch entwickelte seine eigene Einzigartigkeit. Der älteste Altar der Welt: Feuertempel Ateschgah in der Nähe von Baku, die Funde frühzeitige Siedlungen und urzeitliche Felsenzeichnungen, alte Handelswege dies ist alles – Aserbaidschan – eine der ältesten Kulturlandschaften der Welt. Als Mekka des Kulturtourismus in Aserbaidschan kann man das Herz der Aserbaidschanischen Republik – ihre schöne Hauptstadt am Kaspischen Meer Baku bezeichnen. Zahlreiche Museen, Ausstellungen, Theatervorstellungen und eine pulsierende Großstadt mit einer einzigartigen Architektur mit den Elementen der orientalischen sowie der abendländischen Baukunst und vieles mehr erwartet Sie in Baku. 
 
Aserbaidschan hat nicht nur eine auf Jahrtausende zurückblickende alte Geschichte und Kultur, sondern auch unglaublich schöne und abwechslungsreiche Landschaften. Von über 150 Kilometer langenStränden mit feiner weißer Sand auf der Westküste des Kaspischen Meeres bis zu den unheimlich schönen Bergen im Norden des Landes, fast jeden Urlaubsgeschmack kann die einzigartig vielfältige Natur Aserbaidschans treffen.
 
Das im heißen Sommer angenehm kühle Meereswasser lädt zum Schwimmen ein und dies fünf Monate lang im Jahre von Mai bis September. Zwar kann es vielleicht für manchen Mitteleuropäer in den Nachmittagstunden des Monats Juli ein wenig heiß werden. Aber dies gilt nur für die Halbinsel Abscheron sowie Süden und Flachlandgebiete in Aserbaidschan. Im Norden des Landes hingegen, in der grünen Ortschaft Nabran, kann man sich direkt am Strand unweit vom Meer in den schönen kühlen Schatten des Waldes einen Drink genießen und gleich wieder schwimmen gehen. Es ist einzigartig, neben der angenehmen Wärme am Strand und im Meer auch die erfrischende Kühle des alten Waldes zu erleben. Zwar kann man dort immer noch ganz ruhige und romantische Plätze fürs Camping, Picknick oder einfach für romantische Stunden zu zweit noch finden, jedoch für die vom langen Winter ermüdete Bakuer Bevölkerung ist Nabran kein Geheimtipp mehr!
 
Die aserbaidschanische Naturwelt lässt einen einfach bezaubern. Nicht größer als Bayern und Thüringen zusammen weist Aserbaidschan eine natürliche Vielfalt auf, wie sie nirgendwo in Europa mehr zu finden ist. Im Norden von AserbaidschanDank seinen geographischen Besonderheiten sind hier neun verschiedenen aus möglichen elf Klimazonen zu finden. Eine enorme Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt sind hier zu finden: So zum Beispiel: Primarwälder im Süden, die bis Antike zurückgehen, 6000 Pflanzenarten, die man in Aserbaidschan kennt, ist drei mal mehr im Vergleich zu Deutschland. Für Naturbegeisterte empfiehlt es sich der Süden des Landes die Region Lenkoran Astara! Fischen, jagen, wandern aber auch Wintersportaktivitäten sind in dieser Region zu betonen.
 
Nur noch an den riesengroßen Tourismushochburgen mit hässlichen Hotelbunkers fehlt es in Aserbaidschan, was hoffentlich auch immer so bleibt. Das Land ist wirklich ein Neuland für viele Deutsche und verdient es, besucht zu werden. Fragen Sie einfach danach Ihre Reiseagentur und packen Sie schon die Koffer!


07.07.2009 08:45:47 Travel Information

Practical Tips for your Stay in Baku

Arrival and Departure Information
Entering
the Country
All visitors to Azerbaijan require a visa. Any Azerbaijani embassy or consulate can issue transit, tourist and business visas. Visitors should apply tor their visa atthe nearest Azerbaijani embassy two weeks before travelling. Together with the completed application form, applicants must also submit a cheque tor the appropriate sum, their passport, a passport-size photograph and a stamped addressed envelope. As these requirements may change at short notice, it is best to consult an Azerbaijani embassy before travelling. Citizens of the EU, CIS countries and Turkey are issued visas on arrival.
·      Immigration formalities are usually fast and relatively easy. One should have one‘s passport and Customs Declaration forms ready on reaching the counter. The latter should already be completed and signed.
·        lt is prohibited to import weapons, ammunition, drugs, pearis and video cassettes or literature with pornographic contents
Airport Information
·        All International flights depart from South and North Terminal of the Baku Heydar Aliyev Intern ational Airport, which is located some 25 kilometres from the City.
·        There are acurrency exchange office and several duty-free shops located in Terminal 1 and a left-luggage office can be found in Terminal 1.
Currency
·        Azerbaijan‘s national currency is the manat AZN – New Azerbaijan Manat.
·        An unlimited amount of foreign currency may be imported. US dollars and Euros can be exchanged either at a bank or currency exchange office or in hotels. Proof of identification is not required. lt is best to change only a small amount of money, as many hotels and restaurants require patrons to pay in US dollars. lt is wise to have a good stock of new dollar notes of small denominations.
Money
·        The amount of foreign currency which one exports may not be higher than the amount which was declared on the Customs Declaration on arrival (remember that it is a good idea to keep any bills!).
·        Credit cards are accepted in all big hotels and stores.
·        Banks are open between 10 a. m. and 5 p. m., Monday to Friday.
Transportation
·        Taxis are available at the airport. The journey to the City centre takes approximately 30 minutes if no traffic jam and should not cost more than 30 AZN.
·        Besides public taxis, many privately owned cars also offer a taxi service within the City centre. Anyone wishing to use this service should simply raise their arm at the roadside and then agree on a price with the driver before setting oft (initial prices are usually horrendous!). A taxi trip generally costs around 510 manat As most taxi drivers can only speak Russian or Azerbaijani, it is advisable to ask someone in the hotel to write down the name of your destination (and of your hotel) in Cyrillic script or in the Azerbaijan Language.
·        lt is not advisable to use buses, Metro and trams, as these are usually filled to capacity. The language barrier and technical safety of the vehicles present further problems.
·        The road network in Azerbaijan covers more than 30,000 kilometres. Neighbouring countries are easily reached by ship or by train.
·        A street or road is called kuce, bul‘var or prospekt. The English terms “street“ and “avenue“ are also widely understood, how ever.
Telephone
·        From Europe to Azerbaijan:
00994 (+ 12 for Baku)
·        From Azerbaian to Germany:
00-49 (+ the dialling code without the
initial “0“)
·        Although the city‘s public telephones are intended for local calls only (with coins). From public telephones which need telephone cards it is possible to make international calls. Cards are aviable in the Post public do not yet exist in Baku.
Leaving the Country
·        Anyone wishing to export carpets which were manutactured betore 1960 must hold an expert‘s report (issued by the Ministry of Culture) and a licence trom the Ministry of Foreign Trade. Even then, however, the lack of clear customs regulations does not simplify matters. The same applies to paintings and caviar.
 
Tips for Baku
Hotels
·        Most Hotels in Baku can be compared with those of Western standart but not all of them especially in the regions of the Azerbaijan Republic. Nevertheless, improvements are constantly being made.
Restaurants
The food supply in Azerbaijan and especcially in Baku is very good. Kiosks selling snacks and drinks are dotted around every street corner. Moreover, Azerbaijan‘s capital city has a number ot restaurants which more or less compare with Western standards of hygiene. Many restaurants serve both international and local dishes. It is always a good idea to reserve a table.
·        Mugam Club is the place to go for Azerbaijan (and European) cuisine. The atmosphere is very pleasant, Prospekt Rasayev 9 (dose to the Maiden‘s Tower)
·        Other good restaurants include the Cinema Club (an open air restaurant) on the Promenade, Red Dragon, a Chinese restaurant, and Charly‘s, a good American-style restaurant with reasonable prices.

Sightseeing
The European influence is very evident in Azerbaijan‘s capital city, Baku, which has a population ot approximately three million. Numerous mosques and caravanserais (formerly used as inns for caravans), some of which are now used as restaurants, are dotted around the city, whilst large mansions are reminders of the oil boom at the turn of the century. The city‘s old town (lcheri Sheher) is typically Eastern; the former city walls still exist today.
Baku‘s wealth is attributable to the discovery of oil in the region in the after part of the last century. By the turn of the century, the Apsheron Peninsula had become one of the world‘s major oil tields, and, in 1935, drilling also began offshore in the Caspian Sea.
The city‘s landmark is the Maiden‘s Tower (Kyz-Kalasi), which was built in the l2th century and has withstood attack from every would-be conqueror. There is a piendid view of Baku and the Caspian Sea from the top of the tower.
·        The Palace of the Shirvan Shahs is an impressive building in Baku‘s old town.
·        The city‘s oldest building is the SynykKala Minaret, which was built in 1093.
Sabunchinsky Railway Station (1926) is an interesting example of local architecture; the structure resembies a madrassa.
·        Ateshgah Templehouses the eternal flame of the pre-Isiamic Zoroastrian Parsee fire-worsh ippers.
·        The Promenade is an excellent spot for a stroll. lt stretches tor two kilometres along the coast ot the Caspian Sea and ends in Nagorny Park. En route, one can stop tor a refreshment in one of the Promenade‘s many tea houses.
Excursions
Azerbaijan shares borders with Russia to the north and Georgia to the northwest, Iran to the south and the Republic ot Armenia to the west, whilst the Caspian Sea laps the eastern shores of the country. Azerbaijan has much to offer its visitors, trom sites of historic interest to beautiful countryside (tor instance, the Caucasus Mountains, the Muganskaja steppe and the Caspian Sea).The beach and the sea to the north ot the city (approximately 30 minutes by car) are relatively clean and are ideal for a day trip.
·        Some 70 kilometres north of Baku (parallel to the coastline) is the small town ot Kobustan, which is tamous for its rock paintings dating back as far as 10,000 years.
·        Some two hours trom Baku, in the Caucasus foothills, is the picturesque town ot Quba, with its blossoming orchards. Flat-rooted, stone and clay houses, winding lanes, oriental bathhouses and Azerbaijani handicratts provide the visitor with an insight into traditional Azerbaijani life and culture. The town also has several religious sites, including a Parsee temple and Muslim mosques and mausoleums.
·        Not far trom Quba is the village ot Hynalyg (1,000 inhabitants), which is home to an isolated people who have retained their own culture and language.
·        Apsheron Peninsulahas numerous tortresses, which were built by the Shirvan shahs in the fourteenth century as a means ot detence. The castles at Ramana, Nardaran and
·        Mardaykany are the best examples. One end ot the peninsula is now a nature reserve.
·        Some 400 kilometres from Baku is Scheki, one ot Transcaucasia‘s oldest settlements. An ancient fortress, the summer palace, caravanserais and the bazaar are reminders that Scheki was once an important trading centre.

Cultural Highlights
Concerts and theatre pertormances as weil as ballet and opera are all on offer in Baku. Most cultural events are of a high standard. Famous houses include the Akhundov Theatre tor opera and ballet and the M. Magomayev State Philharmonic Theatre (Prospekt lstiglaliyat 2).
·        The Azerbaijani State Circus resides permanently on S. Vurgun Prospekt.
·        If possible, one should not miss the opportunity to attend an Azerbaijani folkart event. Folklore testivals are held across the country in March and April. The Baku International Jazz Festival is usually held in Baku in June and is weil worth a visit.
·        Dzhuma Mosque, in the old town, houses the Museum of Carpets and Applied Art.
·        The Puppet Theatre is also interesting and thus worth visiting especially after extremely expensive renovation.
Sports
·        All big Hotels have a fitness centre with all facilities.
·        A huge sports stadium is located on Prospekt Tbiliski.
·        Baku‘s major stadium is the Stadium of the Republic, located on “Youth Friendship“ Square.
Shopping
One can buy typical Azerbaijani souvenirs in the bazaar. Articles are ot good quality and theretore not necessarily cheap. Of course, one should always bargain! US dollars are the preferred currency. The Oriental Bazaar (a covered market which stocks everyday items and traditional handicratts) is located in the eastern part of Baku. Another good market is Tese Bazaar,located dose to the State Circus and the Blue Mosque. Popular souvenirs trom Azerbaijan include:
·        Genuine Azerbaijani carpets
·        Ceramics (dishes)
·        Handicrafts
·        Local silks (tor instance, trom Scheki)
Permission from the Ministry ot Culture is required to export carpets or other objects of art produced before 1960. ltems purchased in state-run stores or galeries are normally already certitied. lt is best to order and pur- chase carpets directly from a carpet weaver (tor instance, at Boyuk Gala 20 in Icheri Sheher). Although one can purchase any amount of caviar at the Universum foodstore, it is worth noting that it is restricted to export it.


07.07.2009 08:42:55 Reisehinweise
Praktische Hinweise für Ihren Aufenthalt in Aserbaidschan
 
Informationen für die An- und Abreise
 
Einreise         
·        Für die Einreise nach Aserbaidschan ist ein Visum erforderlich. Die aserbaidschanische Botschaft (Konsulat) stellt Transit-, Touristen- oder Geschäftsvisa aus. www.azembassy.de
·        Die Einreiseformalitäten verlaufen in der Regel problemlos. Am Einreiseschalter sollte man seinen gültigen Reisepass und die ausgefüllte, unterschriebene Zollerklärung (Customs Declaration) bereithalten
·        Die Einfuhr von Waffen, Munition, Drogen, Perlen sowie Videos beziehungsweise Literatur mit pornographischen Inhalten oder Bildern ist verboten.
 
Flughafen
·        Der Internationale Heydar-Aliyev-Flughafen liegt etwa 25 Kilometer von Baku entfernt
·        www.airportbaku.com/eng   
 
Währung
·        Die nationale Währung Aserbaidschans heißt Manat (AZN – Azerbaycan Yeni Manati)
·        Devisen dürfen – deklariert – uneingeschränkt eingeführt werden. US-Dollar und Euro können in den Hotels (meistens zu einem ungünstigen Wechselkurs) bzw. Wechselstuben und Banken der Stadt problemlos getauscht werden.
·        Kreditkarten werden nur in großen Geschäften sowie in den Hotels akzeptiert.
·        Die Öffnungszeiten der Banken sind Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr.
 
Telefon
·        Telefonieren aus Deutschland nach Aserbaidschan: 00994(plus für Baku)
·        Telefonieren aus Aserbaidschan nach Deutschland: 0049 (plus Vorwahl ohne „0“)
·        Öffentliche Telefone in der Stadt sind nur für Ortsgespräche bestimmt.
Transport
·        Taxis stehen am Flughafen für den Transport in die Stadt zur Verfügung. Die Fahrtdauer beträgt ohne Staus etwa 30 Minuten und der Preis sollte 30 AZN nicht überstreiten.
·        Im Stadtzentrum fahren außer öffentlichen Taxis auch viele Privatwagen. Für diesen Service muss man am Straßenrand einfach den Arm heben. Fahrpreise sollte man generell vor der Abfahrt aushandeln, da die Fahrer zumeist überhöhte Preise verlangen. Eine Taxifahrt kostet etwa 5 bis 10 AZN. Die Kommunikationsmöglichkeiten mit den Fahrer beschränken sich zumeist auf Aserbaidschanisch oder Russisch; daher sollte man sich sein Hotel, bzw. Fahrtziel aufschreiben lassen.
·        Busse und Metro sind oft überfüllt und deren Benutzung – auch aufgrund der Sprachbarriere und der technischen Sicherheit – nicht ratsam.
Ausreise
·        Die lokale Währung darf nicht ausgeführt werden; Devisen nur in der Höhe des deklarierten Betrages bei der Einreise (abzüglich der Ausgaben)
·        Für die Ausfuhr von Teppichen, die vor 1960 hergestellt wurden, sind ein Gutachten vom Kulturministerium sowie eine Lizenz vom Ministerium für Außenwirtschaftliche Beziehungen erforderlich.
 
Wissenswertes für den Aufenthalt
 
Klima
 
Das Klima am Kaspischen Meer ist kontinental und verfügt über heiße Sommer (über 30 Grad Celsius) und kühle Winter mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. In den Bergregionen kann es ganzjährig recht kühl werden.
 
                        Durchschnittliche Temperatur in °C                                 Regentage pro Monat          
                                   Tag                 Nacht
Jan                              6                      2                                                       5
Feb                             4                      1                                                       5
Mär                             4                      1                                                       5
Apr                             10                    8                                                       3
Mai                             19                   15                                                      1
Jun                              24                   20                                                      0
Jul                               35                   25                                                      0
Aug                             35                   25                                                      0
Sep                             27                   24                                                      2
Okt                             19                   17                                                      3
Nov                             13                   11                                                      3
Dez                             8                      6                                                       5
 
Kleidung
 
In Aserbaidschan ist es ausreichend, auf praktische und legere Kleidung zurückzugreifen. Für ein geschäftliches Treffen oder einen Opernbesuch empfiehlt sich elegante, korrekte Garderobe. Für die heißen Sommer empfiehlt sich leichte bedeckende Baumwollkleidung.
 
Hotels
 
Die Qualität der meisten Hotels in Baku kann grundsätzlich nach westlichen Maßstäben bemessen werden jedoch nicht allen und vor allem denen in den Regionen Aserbaidschans. Sie werden aber ständig verbessert.
 
Restaurants
 
Die Versorgung in Aserbaidschan im allgemeinen und in Baku im besonderen ist gut; an jeder Ecke gibt es Kioske und Dönerbuden mit Snacks und Getränken, die hygienisch unbedenklich sind. Die Hauptstadt verfügt darüber hinaus über eine Rehe von Restaurants, die westlichen Standart anbieten. In vielen Restaurants werden landestypische und internationale Speisen angeboten. Eine Tischreservierung ist immer empfehlenswert. Das Baku-Info.de Team empfiehlt folgendende Restaurants:
 
  • Der Mugam Club bietet in sehr schönem Ambiente aserbaidschanische und europäische Spezialitäten an (recht teuer). Rasayev Prospekt 9, Nähe Mädchenturm.
  • Karvansara Bar-Restaurant – aserbaidschanische Küche, verschiedene Kebabs und nationale Spezialitäten. Qala str. 11 Itscherischeher, Nähe Mädchenturm. Tel (994 12) 4926668, 4927880
 
Einkaufen
 
Aserbaidschanische Reiseandenken kann man auf dem Bazar und auf der berühmten Bakuer Fußgängerzone „Nizami kücesi“ erstehen. Die Waren sind qualitativ hochwertig und haben auch ihren Preis! Natürlich ist Handeln angesagt. In vielen Fällen sind US-Dollar und Euro als Zahlungsmittel willkommen. Im Osten Bakus liegt der Orientalische Bazar, eine Markthalle, in der Artikel für den alltäglichen Bedarf und traditionelle Handwerkskunst zu finden sind. Ein weiterer empfehlenswerter Markt ist der Tese Bazar, der sich in der Nähe des Staatszirkus und der Blauen Moschee befindet. Beliebte Mitbringsel aus Aserbaidschan sind:
 
·        Echte aserbaidschanische Teppiche
·        Keramikererzeugnisse (Schalen)
·        Kunstgewerbe
·        Einheimische Seidenstoffe (zum Beispiel aus Scheki)
 
Kaviar kann in verschiedenen Mengen und Qualitäten im Lebensmittelgeschäften oder auf den Märkten gekauft werden; die Ausfuhr von Kaviar ist allerdings eingeschränkt.
 
Für die Ausfuhr von Teppichen und anderen Kunstgegenständen, die vor 1960 hergestellt wurden, benötigt man eine Genehmigung des Kulturministeriums. Artikel, die in Galerien oder staatlichen Läden gekauft werden, verfügen meistens über diese Bescheinigung. Teppiche kann am besten direkt in einer Teppichweberei bestellen und einkaufen (Böyuk Gala kücesi 20)
 
Die Geschäfte sind in der Regel täglich von 10 bis 21 Uhr geöffnet.
 
Lokale Zeit
Der Zeitunterschied zwischen Aserbaidschan und Deutschland beträgt plus drei Stunden. 
 
Strom
Die Stromspannung in Aserbaidschan beträgt 220 Volt/50 Hertz
 
Maße und Gewichte
In Aserbaidschan wird das metrische System verwendet
 
Trinkgeld
Dienstleistungen sollten honoriert werden. In Restaurants sind 10 % der Rechnung üblich. Aber auch Zimmermädchen, Gepäckträger und andere Dienstleistende freuen sich über ein kleines Trinkgeld
 
Post
  • Die Post ist Montag bis Freitag, von 9 bis 17 Uhr geöffnet.
  • Die Hauptpost befindet sich auf dem Azerbaycan Prospekt.
 
Gesundheit und Hygiene
 
Auch für Aserbaidschan gelten die allgemeinen gültigen Hygienemaßnahmen. Darüber hinaus sollte man folgende Sicherheitsvorkehrungen einhalten: Man sollte lieber kein Leitungswasser trinken. Sicher dagegen sind frische abgekochter Tee oder Kaffee und maschinell abgefüllte Mineralwasser und Getränke. Ferner sollte man den Genuss folgender Speisen und Getränke meiden: schlecht durchgekochte oder durchbratene Fisch-, Geflügel- und Fleischgerichte, Salate, Mayonnaise, ungewaschenes Obst, rohes Gemüse sowie unbehandelte Milch- oder Milchprodukte. In der Regle ist die Milch nicht pasteurisiert und sollte daher abgekocht werden.
 
·        Empfehlenswert ist die Mitnahme eines Mückenschutzmittels, wenn die Reise im Sommer bevorsteht.
·        Für aktuelle Informationen über notwendige Impfungen sollte man sich vor der Abreise bei der Botschaft oder dem Gesundheitsamt erkundigen.
·        In Aserbaidschan besteht kein Mangel an Medikamenten und Hygieneartikeln. In Baku gibt es sogar eine deutsche Apotheke.
 
Sicherheit
 
  • Grundsätzlich sollte man eine Identitätskarte (zum Beispiel Hotelausweis) bei sich führen
  • Im Gegensatz zu anderen Staaten der südkaukasischen Region, ist die Straßenkriminalität in Baku derzeit niedrig. Tagsüber kann man gefahrlos in der ganzen Stadt zu Fuß gehen. Das gilt auch für die Benutzung von Taxis. Man sollte sich aber auch hier vor Taschendieben in acht nehmen. Nach Anbruch der Dunkelheit außerhalb des Innenstadtbereichs ist es am besten, wenn man in einer Gruppe unterwegs ist.
  • Der Autoverkehr in Baku ist undiszipliniert und rücksichtslos. Fußgänger sollten beim Überqueren der Straßen besonders vorsichtig sein.
 
SOS-Notrufnummern
 
Feuer                                       101
Polizei                                     102
Ambulanz                                103
 
Botschaft
 
Deutsche Botschaft Baku
ISR-Plaza, Nizami str. 340
+994 4654100 
 
Aus dem Lufthansa-Reiseführer „Sitten, Gebräuche und Empfehlungen rund um die Welt: Aserbaidschan“ mit redaktionellen Ergänzungen 
 
Empfehlungen für Baku
Sehenswürdigkeiten
 
In der Hauptstadt Aserbaidschans Baku leben etwa drei Millionen Menschen. Sehenswürdigkeiten der europäisch geprägten Hauptstadt sind prachtvolle Gebäude aus der Zeit des Ölbooms um die Jahrhundertwende (Mehr zum Thema die Bakuer Architektur und der Bauboom um die Jahrhundertwende in der Rubrik „Tour de Baku“), eine typisch mittelalterliche Altstadt „“Itscheri Scheher“ mit Stadtmauer, zahlreichen Moscheen und Karanwansereien. Diese ehemaligen Unterkünfte für Karawanen dienen heute zum Teil als Restaurants so wie z. B. „Mugam Club“ und „Karawansara“ beide befinden sich in der Nähe vom Mädchenturm – Qis Qalasi.
 
Der Reichtum der Stadt basiert aus der Zeit der Ölfunde im 19. Jahrhundert. Um die Jahrhundertwende war die Halbinsel Abscheron einer der bedeutendsten Hauptförderplätze für Öl in der Welt. Seit 1935 wird das Öl von künstlichen Plattformen im Kaspischen Meer gefördert.
 
·        Einen herrlichen Blick über die Stadt und das Kaspische Meer hat man vom Wahrzeichen der Stadt, dem sogenannten Mädchenturm – Qis Qalasi, der im 12 Jahrhundert erbaut wurde und allen Eroberungsversuchen widerstand.
·        Sehenswert ist der prächtige Schirvanschah Palast in Itscheri Scheher.
·        Die älteste Moschee der Stadt, das Synykh-Qala-Minarett, wurde im Jahr 1093 erbaut.
·        Architektonisch interessant ist der 1926 im orientalischen Still erbaute Bahnhof Sabuntschi Vogsal.
·        Angefangen im siebten Jahrhundert vor Christus verbreitete sich im Laufe der nächsten 800 Jahre in der Region die altpersische Religion des persischen Religionsstifters Zarathushtra, deren Spuren in Aserbaidschan auch heute noch zu finden sind. Im Ateschgah-Tempel kann man das ewige Feuer einer vorislamischen Religion der zoroastrischen Feueranbeter, besichtigen.
·        Empfehlenswert für einen Spaziergang sind die zwei Kilometer lange Promenade am Ufer des Kaspischen Meeres und der anschließende Daghlig Park (Bergpark), wohin eine Seilbahn – genannt Funikulyor – fährt. Entlang der Promenade und in fast allen Grünanlagen der Stadt gibt es etliche Teehäuser und Cafes.
 
Ausflüge
 
Aserbaidschan grenzt im Norden an Russland, im Nordwesten an Georgien, im Süden an den Iran, im Osten an das Kaspische Meer und im Sudwesten an die Türkei und die Republik Armenien.
 
Das Land bietet viele interessante historische Ausflugsziele und eine reizvolle Landschaft (Kleiner und Großer Kaukasus, Mugan-Steppen, Kaspisches Meer)
 
·        Der Strand und das Meer nördlich der Stadt (etwas 30 Autominuten) sind relativ sauber und bieten sich für einen Tagesausflug an
·        Etwa 70 Kilometer von Baku entfernt befindet sich der kleine Ort Gobustan, in dem man etwa 10 000 Jahre alte Felsmalereien bewundern kann. Sie setzen einen großen Meilenstein in der Geschichte des Landes und beweisen, dass es zu jener Zeit bereits selbständige Herrschaftsgebiete in der Region gab. Die Festmalereien berichten vom täglichen Leben der damaligen Bewohner; die häufigsten Motive sind Tierdarstellungen, Jagdszenen, rituelle Tänze, Schiffe und religiöse Elemente.
·        Etwa zwei Stunden von der Hauptstadt entfernt befindet sich im Kaukasus-Vorgebirge der Ort Quba, der eine hübsche, grüne Landschaft mit Obstanbau zu bieten hat. Der Ort bietet auch einen Einblick in das traditionelle aserbaidschanische Leben, denn es gibt typische flachgedeckte Häuser aus Stein oder Lehm, verschlungene Gassen, orientalische Badehäuser und aserbaidschanisches Kunstgewerbe zu besichtigen. Auch gibt es hier etliche religiöse Stätten, wie einen Tempel der Feueranbeter oder moslemische Moscheen und Mausoleen, zu sehen. Nicht weit von Quba entfernt, befindet sich das von der übrigen Welt durch schlechte bis gar keine Straßen im Winter abgeschottete etwa tausend Menschen große Dorf Khynalyq, wo man den Alltag vor einigen Jahrhunderten heute erleben kann.
·        Auf der Halbinsel Abscheron kann man verschiedene Festungen aus dem 14. Jahrhundert besichtigen, die der Schah von Schirvan als Verteidigungsposten gegen Angreifer errichten ließ. Am sehenswertesten sind die Burgen in Ramana, Nardaran und Märdakän. Ein Teil der Halbinsel steht unter Naturschutz.
·        Etwa 400 Kilometer von Baku entfernt befindet sich Scheki, eine der ältesten Siedlungen des Kaukasus. An die einstige Bedeutung als wichtigstes Handelszentrum erinnern eine alte Festung, der Sommerpalast, Karawansereien und der Bazar.
 
Kulturelles
 
  • In Baku werden Ballett-, Opern-, Konzert- und Theaterveranstaltungen auf hohem kulturellen Niveau angeboten. Bekannte Veranstaltungshäuser sind das Akhundov-Theater für Oper und Ballett oder die M. Magomayev Staatsphilharmonie (Istiglaliyat Prospekt 2).
  • In Baku gibt es einen festen Zirkus, den aserbaidschanischen Staatszirkus (S. Vurgun Prospekt)
  • Ergibt sich die Möglichkeit, sollte man an einer folkloristischen Veranstaltung teilnehmen. Im 21. März finden landesweit Folklorefeste statt. In Baku finden unterschiedliche renommierte Festspiele wie „Baku International Jazz Festival“, „East and West Filmfestival“ und andere statt.
  • Auch der Besuch des Puppentheaters ist sehr interessant, um alleine das 2008 aufwendig renovierte Theatergebäude, das Anfang des 20. Jahrhundert als Casino gebaut wurde, zu besichtigen.
 
Aus dem Lufthansa-Reiseführer „Sitten, Gebräuche und Empfehlungen rund um die Welt: Aserbaidschan“ mit redaktionellen Ergänzungen 
 
Land und Leute
Bevölkerung
 
Die Aserbaidschaner sind Nachfahren verschiedener kaukasischer Völker. Heute leben in der Kaukasusrepublik etwa 8,5 Millionen Menschen. Davon sind 85,4 Prozent Aserbaidschaner, vier Prozent Russen und zwei Prozent Armenier. Darüber hinaus leben im Land tatarische, jüdische, ukrainische, dagestanische und georgische Minderheiten. Genetische Untersuchungen haben bewiesen, dass Aserbaidschaner mit Georgiern und Völkern Dagestans verwandt sind, wobei kulturell sind sie mit anatolischen Türken eng verbunden.
 
Erwähnenswert ist, dass im Südaserbaidschan dem Teil der Islamischen Republik Iran mit etwa 25 Millionen Aserbaidschaner mehr Angehörige des Volkes als im souveränen Heimatland leben. In der Türkei leben etwas zwei Millionen Aserbaidschaner und in den Nachfolgestaaten der UdSSR mehr als zwei Millionen. Weltweit sollen rund 40 Millionen Aserbaidschaner leben.
 
Tradition und Kultur
 
Seit jeher berichten Reisende (zum Beispiel Marco Polo) und Händler über das exquisite aserbaidschanische Kunstgewerbe. Das Kulturgut ist auch heute noch allgegenwärtig und wird konsequent gepflegt.
 
Die aserbaidschanische Handwerkskunst umfasst vor allem die Herstellung von kunstvollen Teppichen (Mehr zum Thema „Teppichweberei“ in der Rubrik „Teppichkunst“), wunderschönen Kupfer und Goldschmiedearbeiten, farbenfrohen Stickereien oder aufwendigen Seidenwebereien.
 
Eine der ältesten Kunstformen der Kaukasusrepublik ist die Herstellung von Teppichen. Die Fertigkeiten des Handwerks werden seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitervermittelt. Exponate der außergewöhnlich schönen Teppiche können in bekannten Museen der ganzen Welt, so zum Beispiel im Pariser Louvre oder Londoner Victoria and Albert Museum, besichtigt werden. Heute werden sowohl nach klassischen Mustern als auch nach modernen Motiven geknüpft.
 
Auf Aserbaidschans Vergangenheit als bedeutender Seidenproduzent (Blütezeit im 17. Jahrhundert) gehen die prachtvollen Nationaltrachten der Menschen des Landes zurück. Die einzelnen Kostüme sagen zumeist etwas über den Familienstatus oder das Alter des Trägers aus; so ist die Kleidung eines jungen Mädchens beispielweise farbenfroher und attraktiver als die einer verheirateten Frau. Heute kann man die Kleidung noch bei Folksoreveranstaltungen bewundern. Aber auch im täglichem Leben, vor allem auf dem Land, schmücken sich viele Frauen mit bunten Tüchern und dekorativem Zubehör.
 
Bemerkenswert sind auch die Werke moderner aserbaidschanischer Maler, die eine Mischung aus östlicher und westlicher Kultur sowie religiösen Einflüssen darstellen. Bedeutende Künstler des Landes sind Farman Gulamov und Shahpanang Mamedov.
 
Das orientalische Neujahrsfest, Novruz Bayram, wird in Aserbaidschan sehr feierlich begangen; die Straßen werden geschmückt, es wird getanzt und die Familien kommen zu Feiern zusammen. Für die Feierlichkeiten wird viel gebacken, vor allem leckere Süßigkeiten. 
 
Deutsch-aserbaidschanische Beziehungen
 
Die deutsch-aserbaidschanische Beziehungen können auf eine fast zweihundertjährige Geschichte zurückblicken. Anfang des 19. Jahrhunderts besiedelten Auswanderer aus Schwaben den Kaukasus und ließen sich unter anderem in der Nähe der aserbaidschanischen Stadt Gandscha nieder. Die Spuren ihrer Besiedlung sind nicht nur dort, sondern auch in Baku (evangelisch-lutherische Pfarrkirche und das Kapellhaus, der ehemalige Gemeindesaal der evangelischen Gemeinde, der jetzt als deutsch-aserbaidschanische Kulturzentrum agiert. 28. Mai Str. 15) bis zum heutigen Tage sichtbar. Im allgemeinen erinnern sich Aserbaidschaner gern an die Zeit der deutschen Besiedlung im Kaukasus (bis 1941) zurück und verbinden damit insbesondere Landwirtschaft und die Leistungen der deutscher Architekten.
 
Deutschlandbild in Aserbaidschan
 
Das Deutschlandbild in Aserbaidschan ist durchweg positiv. Für die aserbaidschanische Öffentlichkeit ist insbesondere die deutsche Wirtschaftskraft prägend für ihre Vorstellung von Deutschland. Daneben wird Deutschland als ein wichtiger Partner Aserbaidschans in der Europäischen Union gesehen.
In wirtschaftlicher Hinsicht wird Deutschland als wichtige Wirtschaftsmacht wahrgenommen. Wirtschaftliche Probleme in Deutschland werden dabei kaum bis überhaupt nicht wahrgenommen.
 
Auch politisch genießt Deutschland in der aserbaidschanischen Öffentlichkeit ein großes Ansehen. Deutschland wird als wichtiger Partner Aserbaidschans auf dem Weg in die euroatlantischen Strukturen gesehen. Allgemein ist anzumerken, dass gerade die Positionierung fremder Staaten im Hinblick auf den Berg Karabagh-Konflikt für das Bild des jeweiligen Landes in Aserbaidschan prägend ist. Deutschland wird als ehrlicher Makler ohne eigene geostrategische Interessen gesehen. So zum Beispiel findet das deutsche Bekenntnis zur territorialen Unversehrtheit Aserbaidschans regelmäßig positive Erwähnung in Presse und Fernsehen. Dieser deutliche Standpunkt verstärkte die Wahrnehmung Deutschlands in der aserbaidschanischen Öffentlichkeit als wichtiger Partner Aserbaidschans.
 
Aus dem Lufthansa-Reiseführer „Sitten, Gebräuche und Empfehlungen rund um die Welt: Aserbaidschan“ mit redaktionellen Ergänzungen.